Experten und rund 30 Prozent der Institute gehen davon, dass Kredite für Verbraucher bis zum Ende des Jahres 2018 erheblich teurer werden würden. Vor allem Ratenkredite und Immobilienkredite seien betroffen. Hier können die Zinsen bis zu 41 Prozent angehoben werden, wie eine Branchenumfrage des Beratungsunternehmens EY ergab.
Bereits im ersten Halbjahr 2018 haben etwa 14 Prozent der befragten 120 Institute, die rund 40 Prozent des deutschen Bankenmarkts ausmachen, die Gebühren für Konten und Überweisungen erhöht.
Nach den jüngsten Bekanntmachungen der Europäischen Zentralbank (EZB) kann frühestens ein Anstieg der Zinsen im Herbst 2019 erwartet werden. Dadurch versuchen nun Banken, andere Ertragsquellen zu finden.
Die nachfolgende Statistik zeigt den monatlichen Überziehungszinssatz in ausgewählten Eu-Mitgliedsstaaten. Bei dem Zins handelt es sich um Effektivzinsen, die an private Haushalte im Rahmen von revolvierenden Krediten, Überziehungskrediten und Kreditkartenkrediten vergeben vergeben wurden. So lag Ende April 2018 der Durchschnittszins in Italien bei rund 5,40 %.
Infotabelle: Überziehungszinsen in EU-Ländern im April 2018
EU-Land | Kreditzinsen | EU-Land | Kreditzinsen |
Lettland | 20,42 % | Deutschland | 8,29 % |
Estland | 16,13 % | Belgien | 7,33 % |
Slowakei | 13,42 % | Finnland | 6,32 % |
Portugal | 12,00 % | Frankreich | 5,67 % |
Irland | 11,84 % | Niederlande | 5,43 % |
Spanien | 11,19 % | Italien | 5,40 % |
Griechenland | 8,65 % | Österreich | 3,38 % |
Quelle Daten: statista.com
Grafik: Durchschnittszinssatz von Überziehungskrediten 2018
Quelle Text: faz.net